Inselparadies – Fidschi
Schon der Flug von Christchurch nach Nadi International Airport lässt ahnen, dass man in einer anderen Welt landet. Vom ersten Moment an locken weiße Sandstrände, kristallklares Wasser und ein Gefühl von Ruhe, das weit entfernt von den bekannten Touristenzielen Europas liegt. Für Regine und mich ist es genau das, was wir suchen: unberührte Natur, exotische Landschaften und das ursprüngliche Leben im Südpazifik.
Fidschi – Land, Leute und Geschichte
Der Archipel von Fidschi besteht aus 332 Inseln, von denen 110 bewohnt sind. Die Hauptinsel Viti Levu ist Heimat von mehr als drei Viertel der Bevölkerung. Die Inselgruppe ist vulkanischen Ursprungs und Teil des Pazifischen Feuerrings. Fidschi wurde vor über 3000 Jahren von Melanesiern besiedelt, die aus Südostasien einwanderten, und prägten die Kultur durch Ackerbau, Fischfang und die Einführung polynesischer Traditionen. Europäische Entdeckungen durch Abel Tasman, James Cook und Jules Dumont d’Urville gaben Fidschi ab dem 17. Jahrhundert internationale Bekanntheit. Seit 1970 ist Fidschi unabhängig, Mitglied des Commonwealth und seit 1987 eine Republik.
Unterkunft auf Denarau Island
Wir checken im Sheraton Fiji Resort auf Denarau Island ein, einer künstlich entwickelten Ferieninsel, die als idealer Ausgangspunkt für Ausflüge zu den Mamanuca- und Yasawa-Inseln dient. Jeden Morgen bringt uns der Gärtner frische Kokosnüsse direkt vor die Tür – ein kleiner Luxus mitten im Paradies.
Kultur erleben: Tanz und Kava-Zeremonie
Der erste Abend startet mit einem traditionellen Willkommenstanz. Die Einheimischen tragen bunte Blumenkronen (Lei), es wird gesungen und getanzt, und eine herzliche Begrüßung läutet das Fest ein. Anschließend erleben wir die Kava-Zeremonie (Sevusevu): Kava aus der Yaqona-Wurzel wird in einer großen Holzschale zubereitet, der Zeremonienmeister trinkt zuerst, und wir klatschen rhythmisch vor und nach dem Trinken – ein Symbol für Gemeinschaft und Respekt.
Segeltörns zu unbewohnten Inseln
Whale’s Tale
Unser ganztägiger Segeltörn startet in Port Denarau. Auf der gemieteten Whale’s Tale genießen wir sechs Stunden auf den blauen Lagunen der Mamanuca-Region, erkunden versteckte Buchten, schwimmen in kristallklarem Wasser und machen Landgang auf unbewohnten Inseln. An Bord wird frisch gekocht, es wird gesungen, und der Tag verläuft entspannt zwischen Segeln, Schnorcheln und Sonnenbaden.
Seaspray
Ein weiteres Highlight ist der Törn mit der Seaspray, einem traditionellen 15-Meter-Schoner, den wir gemietet haben. Wir segeln durch die Mamanuca-Inselgruppe, besuchen abgeschiedene Strände und kleine Inseln. Auf Yanuya Island erleben wir ein traditionelles Fidschi-Dorf, nehmen an einem Kava-Willkommensritual teil und lernen den Alltag der Einheimischen kennen – eine perfekte Mischung aus Kultur, Natur und Erholung.
Bounty Island – Tropisches Paradies
Ein besonderes Erlebnis ist der Besuch von Bounty Island (Kadavulailai). Die kleine Insel in der Mamanuca-Gruppe ist ideal für Strandliebhaber, Schnorchler und Ruhesuchende. Endlose Sandstrände und das klare Wasser laden zum Schwimmen und Relaxen ein. Die Insel lässt sich in 20–30 Minuten umrunden und vermittelt das Gefühl von absoluter Ruhe und Abgeschiedenheit.
Fazit
Fidschi ist ein tropisches Paradies für Reisende, die weiße Strände, türkisfarbenes Wasser, farbenfrohe Korallenriffe und eine lebendige Kultur fernab der üblichen Touristenziele suchen. Die Kombination aus entspannendem Strandurlaub, authentischen kulturellen Erlebnissen und Segeltörns zu unbewohnten Inseln macht den Archipel zu einem unvergesslichen Reiseziel.
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Reiseimpressionen Fidji
Südseezauber:
Mit der Aranui zu den Marquesas Inseln – Ein Abenteuer in eine eigene, einzigartige Welt
Mythisch und mystisch. Ein Land, das Entdecker, Schriftsteller, Maler und Künstler wie Paul Gauguin, Robert Louis Stevenson, Thor Heyerdahl und Jacques Brel magisch angezogen hat. Eine raue und atemberaubende Landschaft aus Bergspitzen, Tälern, Plateaus und Klippen. Ein Volk aus ehemaligen stolzen und gefürchteten Kriegern mit eigener Kultur und Sprache – so anders als die auf Tahiti. Menschen, die man mit einem einzigen Lächeln auf seine Seite bringen kann. Die Marquesas-Inseln sind eine eigene, einzigartige Welt.
Die Aranui bietet eine außergewöhnliche Reiseroute, die Besucher in die faszinierende Welt der Marquesas und der abgelegenen Austral-Inseln führt. Zwei Wochen lang erkundet man die Inseln, während die Aranui gleichzeitig lebensnotwendige Waren liefert. Das Schiff nimmt 230 Passagiere auf, die polynesische Crew sorgt für eine persönliche, charmante Atmosphäre – und macht die Reise zu einer unvergesslichen Erfahrung.
Gemeinsam mit meinen Reisefreunden waren wir uns einig: Wir packen unsere Koffer, steigen in den Flieger nach Papeete, Tahiti, und starten ein Abenteuer, das uns tief in die Südsee führen wird.
TAG 1 – Tahiti: Aufbruch in ein Abenteuer
Der Kai von Papeete ist noch im Morgengrauen lebendig. Möwen kreischen, Händler rufen letzte Angebote, der Duft von frischem Brot und Meer liegt in der Luft. Wir steigen an Bord der Aranui – und sofort fühlt man sich willkommen. Die Kabinen sind klein, aber gemütlich, und der Blick auf das glitzernde Wasser verspricht Abenteuer.
Beim Ablegen sehen wir Tahiti langsam verschwinden: grüne Berge, Palmen, kleine Buchten – und wir mittendrin auf dem offenen Pazifik. Das Schiff vibriert leise unter unseren Füßen, der Geruch von Salzwasser mischt sich mit frischem Kaffee. Ein erster Eindruck: Wir sind in einer anderen Welt, und das Herz schlägt schneller.
TAG 2 – Fakarava: Ein Paradies zwischen Korallen und Lagune
Fakarava empfängt uns mit warmem Sonnenschein und türkisfarbenem Wasser, das fast leuchtet. Die kleine Kirche am Dorfplatz ist aus Korallen gebaut – wir treten ein, die Luft ist kühl und riecht nach Salzwasser und Holz.
Am Markt lerne ich Mata, eine Künstlerin, kennen, die uns zeigt, wie man aus Kokosnüssen Schalen, Musikinstrumente und Schmuck fertigt. Ich probiere es selbst – meine Hände sind voller Kokosfett, und ich lache, weil das Holz unter meinen Fingern lebendig wird.
Nachmittags springe ich ins Wasser. Bunte Fische umkreisen mich neugierig, die Korallen sind wie kleine Städte. Die Sonne wärmt meine Haut, der Wind spielt in den Haaren, und ich fühle mich so unendlich klein und doch frei.
TAG 3 – Auf See: Musik, Geschichten und Tanz
Die Wellen des Pazifiks wiegen die Aranui sanft, aber kraftvoll. Auf Deck lauschen wir den Geschichten über die Marquesas – Krieger, Entdecker, Legenden, die in jedem Dorf noch lebendig sind.
Die Crew lädt uns ein, mitzutanzen. Ich stolpere zuerst, dann verliere ich mich in den Rhythmen der Ukulele und Trommeln. Lachen hallt über das Deck, und plötzlich spüre ich die polynesische Lebensfreude in meinem eigenen Körper. Mein Freund sagt zu mir: „Hier wird man eins mit dem Rhythmus der Inseln.“ Ich nicke – ja, genau so fühlt es sich an.
TAG 4 – Taiohae, Nuku Hiva: Begegnung mit Geschichte
Taiohae Cove ist ein Naturwunder: Wasserfälle stürzen von steilen Klippen, das Amphitheater der Bucht wirkt wie gemalt. Im Geländewagen knirscht der Schotter unter den Reifen, während wir durch das Dorf fahren.
Wir treffen Hina, die uns auf den Markt führt. Sie drückt mir eine kleine geschnitzte Figur in die Hand – „Für Glück auf deiner Reise“, sagt sie und lächelt. Ich spüre die Wärme dieses Lächelns tief im Herzen.
Die Tohuha Kamuihei-Stätte ist überwältigend. Petroglyphen, riesige Banyanbäume, und die Geschichten der Krieger scheinen zwischen den Ästen zu flüstern. Beim Mittagessen genießen wir frischen Fisch, Taro und Brotfrucht, begleitet von traditionellen Liedern – ein Geschmack der Insel, der nach Freiheit und Sonne schmeckt.
TAG 5 – Ua Pou: Tanz der Vulkangipfel
Am Morgen erheben sich die Nadeln von Ua Pou wie fingerartige Vulkanrücken in den Himmel. Hakahau empfängt uns mit dem Duft von Brotfrucht und salziger Meeresluft.
Das Mittagessen ist ein Fest für die Sinne: Ziegencurry, Taro, roher Fisch in Kokosmilch. Jede Mahlzeit erzählt ihre Geschichte von Tradition, Land und Menschen.
Am Nachmittag erleben wir eine Tanzvorführung: den Vogel-Tanz von Ua Pou. Tänzer wirbeln über den Boden, ihre Bewegungen leicht wie die Flügel der Vögel, die über uns kreisen. Für einen Moment scheint die Zeit stillzustehen.
TAG 6 – Ua Huka: Wilde Schönheit und stille Begegnungen
Am Morgen vollführt die Aranui ein spektakuläres Manöver in der „Unsichtbaren Bucht“ – eine 180-Grad-Wendung, die das Herz höherschlagen lässt.
Auf Ua Huka wandern wir durch trockene Landschaften, Wildpferde wiehern, Ziegen klettern auf die Felsen. Im Museum erklärt uns Teva, ein Einheimischer, die Bedeutung der Tiki-Statuen. Ich spüre die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart, die hier noch lebendig ist.
Beim Arboretum streiche ich über die Blätter exotischer Bäume. Jeder Duft erzählt von Sonne, Regen und jahrhundertelanger Pflege. Ich fühle die stille Kraft dieser Insel – wild, ungezähmt, lebendig.
TAG 7 – Tahuata & Hiva Oa: Gauguin, Brel und die Seele der Insel
Tahuata duftet nach Tiare und Frangipani. Wir besuchen die Kirche mit kunstvollen Skulpturen und Glasfenstern, die Geschichten der Insel erzählen. Ich kaufe eine kleine Helmmuschel als Erinnerung, ihre glatte Oberfläche klimpert leise in meiner Hand.
Am Nachmittag in Hiva Oa stehen wir vor Gauguins Grab. Unter einem riesigen Frangipani-Baum liegt Stille. Ich spüre seine Präsenz, wie er einst die Farben der Südsee auf Leinwand bannte. Ganz in der Nähe liegt das Grab von Jacques Brel. Ich stehe lange da, atme tief, und alles wirkt unwirklich schön.
TAG 8 – Fatu Hiva: Das Herz der Natur und Handwerkskunst
Fatu Hiva ist üppig, wild, wie aus einem Traum geschnitten. Im Dorf Omoa lernen wir Frauen bei der Herstellung von Tapa kennen. Ich halte die zerkleinerte Rinde in der Hand, spüre die Fasern, rieche die Erde und die Blätter.
Ein Picknick auf einem Berggipfel über der Bucht der Jungfrauen – das Meer glitzert wie tausend Diamanten, die Sonne wärmt mein Gesicht, der Wind streicht durch die Haare. Ich sitze still, lausche den Vögeln und spüre die unendliche Weite dieser Insel.
TAG 9 – Seetag: Zwischen den Inseln
Heute ist ein Tag der Ruhe. Nur das Rauschen der Wellen, der salzige Duft der Luft, das Kreischen der Möwen. Ich sitze auf Deck, schließe die Augen und lasse die Eindrücke der vergangenen Tage nachklingen. Die Farben der Marquesas, das Lachen der Kinder, das Summen der Ukulelen – alles bleibt in mir lebendig.
TAG 10 – Rangiroa: Lagune aus Licht und Farben
Die Ankunft in Rangiroa ist überwältigend. Die Lagune glitzert in allen Türkis- und Smaragdnuancen. Wir fahren in den Tiputa-Pass – Haie gleiten unter der Wasseroberfläche, Fische in allen Farben des Regenbogens.
An den Ständen der „Mamas“ riecht es nach Kokosnuss und Vanille. Ich kaufe eine kleine Muschelkette, die beim Tragen leise klimpert und mich an den Geruch der Lagune erinnert. Mittags segelt die Aranui weiter Richtung Bora Bora, während die Sonne das Wasser in flüssiges Gold taucht.
TAG 11 – Bora Bora: Lagune der Träume
Bora Bora – die Lagune glitzert in schillernden Blautönen, und der Mount Otemanu thront majestätisch darüber.
Meine Freunde reisen weiter. Ich verlasse die Aranui, aber das Abenteuer geht weiter. Ich treffe mich auf Bor Bora mit Regine , um die Inselwelt von Französisch-Polynesien zu erkunden.
Die Reise mit der Aranui ist mehr als ein Abenteuer – sie ist ein Fest für die Sinne, Begegnung mit Menschen, Natur und Kultur, die tief im Herzen haften bleibt. Jede Insel erzählt ihre eigene Geschichte, jede Begegnung hinterlässt Spuren. Und man verlässt das Schiff mit dem Gefühl, etwas wirklich Magisches erlebt zu haben.
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Reiseimpressionen Aranui
Tahiti – Königin der Südsee und die „Vanille-Insel“ Taha‘a
Smaragdgrüne Berge, feine Sandstrände, Kokospalmen und ein türkisblaues Meer – die Inseln von Französisch-Polynesien sind ein sagenumwobenes Reiseziel. Ihre bezaubernde Königin heißt Tahiti. Das Urlaubsparadies im Südpazifik empfängt Besucher mit üppiger tropischer Flora und Fauna, herzlicher Gastfreundschaft und Unterkünften der Extraklasse. La Orana e Maeva – willkommen auf Tahiti!
Tahiti gehört geografisch zum Archipel der Gesellschaftsinseln (Îles de la Société), genauer zu den Îles du Vent.
Politisch ist die Insel Teil des französischen Überseegebiets Französisch-Polynesien, das aus 118 Inseln besteht – verteilt über fünf Archipele in einem Seegebiet fast halb so groß wie Europa. Nur etwa 3.500 km² davon sind Landfläche. Mit einer Fläche von rund 1.042 km² und etwa 189.000 Einwohnern (Stand 2017) ist Tahiti die größte und bevölkerungsreichste Insel der Region. Hauptstadt und kulturelles Zentrum ist Papeete.
Tahiti ist eine Doppelinsel:Tahiti Nui (Groß-Tahiti),Tahiti Iti (Klein-Tahiti).Beide Teile sind durch den schmalen Isthmus von Taravao verbunden. Unterseeische Vulkanketten verbinden Tahiti mit traumhaften Nachbarinseln wie Bora Bora, Moorea, Raiatea und Tetiaroa.
Naturparadies zwischen Bergen und Lagunen
Das Inselinnere Tahitis wird von sattgrünen Regenwäldern, tiefen Schluchten und beeindruckenden Wasserfällen geprägt. Urwaldumschlungene Gipfel ragen majestätisch über das Meer. Die tropische Pflanzenwelt begeistert mit Kokospalmen, Mango- und Bananenbäumen, Orchideen, Bougainvillea und Hibiskus ,dem süßen Duft von Vanille und der Tiaré-Blume.
In den Lagunen rund um die Insel eröffnet sich eines der spektakulärsten Unterwasserparadiese der Welt. Über 1.000 Fischarten, Korallen, Muscheln und Schalentiere machen das Schnorcheln und Tauchen zu einem unvergesslichen Erlebnis. Hier wächst auch die berühmte schwarze Tahiti-Perle heran.
Geschichte Tahitis
Tahiti wurde – wie die übrigen Gesellschaftsinseln – etwa um 200 v. Chr. von Seefahrern aus Tonga und Samoa besiedelt. Im 18. Jahrhundert erreichten europäische Entdecker die Insel.
Im Jahr 1767 landete der britische Kapitän Samuel Wallis auf Tahiti. Kurz darauf folgte der französische Entdecker Louis Antoine de Bougainville, der die Insel als irdisches Paradies beschrieb.
Besondere Bekanntheit erlangte Tahiti durch die Meuterei auf der HMS Bounty im Jahr 1789 – ein Ereignis, das die Südsee romantisierte und ihren legendären Ruf begründete. 1842 wurde Tahiti französisches Protektorat, später Kolonie, und gehört heute als autonomes Überseegebiet zu Frankreich.
Kultur & Lebensgefühl
Allein das Wort „Südsee“ beschwört Bilder einer traumhaften Inselwelt herauf – doch die Realität ist noch faszinierender. Die polynesische Kultur ist lebendig und traditionsreich: Musik, Tanz (Ori Tahiti), Tätowierungen und kunstvolle Blumenkränze prägen das gesellschaftliche Leben.
Die Küche gilt als tropischer Garten Eden: Exotische Früchte, fangfrischer Fisch, Taro, Brotfrucht und Kokosmilch bilden die Basis der polynesischen Spezialitäten. Französische Einflüsse sorgen für eine raffinierte Note.
Ankunft im Paradies – Entspannen mit Südseeflair
Wir landen mit dem Flugzeug in Papeete – das Tor zur Südsee. Unser Ausgangspunkt für Entspannung und Erholung ist das elegante InterContinental Tahiti Resort & Spa. Direkt am Meer gelegen, mit Blick auf Moorea. Hier beginnt unsere Reise durch die Inselwelt von Französisch-Polynesien – ein Traum zwischen türkisblauem Meer, tropischen Gärten und polynesischer Lebensfreude. Tahiti ist mehr als nur ein Reiseziel. Es ist ein Gefühl.
Taha’a – die „Vanilleinsel“ in Französisch-Polynesien
Von Papeete auf der Insel Tahiti reisen wir weiter nach Taha’a. Die Anreise erfolgt über die Nachbarinsel Raiatea, da Taha’a keinen eigenen Flughafen besitzt. Mehrmals täglich starten Inlandsflüge von Papeete nach Raiatea – der Flug über die türkisfarbene Lagune und die grünen Bergketten der Gesellschaftsinseln dauert nur etwa 45 Minuten.
Am kleinen Flughafen von Raiatea angekommen, geht es direkt weiter mit dem Boot. Nach einer kurzen Fahrt über die gemeinsame Lagune erreicht man schließlich Taha’a – eine ruhige, üppig grüne Insel, die wegen ihrer zahlreichen Vanilleplantagen liebevoll „Vanilleinsel“ genannt wird. Schon bei der Ankunft liegt der süßliche Duft der Tahiti-Vanille in der warmen Tropenluft.
Taha’a wirkt ursprünglich und authentisch. Im Gegensatz zu ihrer berühmten Nachbarinsel Bora Bora geht es hier ruhig und entspannt zu. Kleine Dörfer schmiegen sich an die Küste, traditionelle Häuser liegen zwischen Palmen und Bananenstauden, und das Inselleben folgt einem gemächlichen Rhythmus. wir wohnen in einem Bungalow direkt am feinen, weißen Strand.
Taha’a ist ein Ort für Genießer und Naturliebhaber – fernab vom Massentourismus, voller Duft, Farben und polynesischer Herzlichkeit. Wer Ruhe, Authentizität und paradiesische Landschaften sucht, findet hier ein kleines Stück Südsee-Idyll.
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Reiseimpressionen Tahiti und Taha'a
Bora Bora – Smaragd im Südpazifik
Mitten im endlosen Blau des Südpazifiks, rund 260 Kilometer nordwestlich von Tahiti, erhebt sich Bora Bora wie eine Fata Morgana aus dem Ozean. Die Insel gehört zu den Gesellschaftsinseln in Französisch-Polynesien, genauer zu den „Îles sous le Vent“. Schon beim Landeanflug scheint die Lagune in allen Türkis- und Smaragdschattierungen zu leuchten – ein Anblick, der den Ruf Bora Boras als eines der exklusivsten Reiseziele der Welt sofort verständlich macht.
Mit einer Landfläche von nur 38 km² wirkt die Insel überschaubar – und doch birgt sie eine erstaunliche landschaftliche Vielfalt. Die langgezogene Hauptinsel misst etwa 9 Kilometer in der Länge und 5 Kilometer an ihrer breitesten Stelle. Eine 32 Kilometer lange Ringstraße führt entlang der Küste durch kleine Ortschaften, vorbei an Palmenhainen, tropischen Gärten und luxuriösen Resorts. Das üppig bewachsene Inselinnere hingegen ist wild, bergig und größtenteils unerschlossen.
Vulkanisches Herz und Korallenkranz
Bora Bora zeigt im Luftbild die klassische Atollform, wie sie einst von Charles Darwin beschrieben wurde: Ein Zentralberg ragt aus einer versunkenen Caldera, umgeben von einem Korallensaum mit zahlreichen kleinen Motus. Der höchste Punkt der Insel ist der majestätische Mont Otemanu mit 727 Metern. Seine zerklüfteten, steilen Felswände sind Überreste eines einst gewaltigen Vulkans. Daneben erheben sich der Mont Pahia (661 m) und der Mataihua (314 m). Die Zentralinsel besteht überwiegend aus basaltischer Lava – Zeugnis ihrer vulkanischen Vergangenheit. Rundherum liegen flache, sandige Koralleninseln, die sogenannten Motus, getrennt durch schmale Tidenkanäle (Hoa). Diese schimmernden Inselchen formen den türkisfarbenen Schutzring der Lagune.
Spuren der Geschichte
Die Besiedlung der Gesellschaftsinseln begann bereits um 200 v. Chr. im Zuge der polynesischen Expansion von Samoa und Tonga aus. Zusammen mit den Marquesas bildeten sie das polynesische Kernland – Ausgangspunkt für die spätere Besiedlung von Hawaii, Neuseeland und sogar der Osterinsel. Der erste Europäer, der Bora Bora sichtete, war vermutlich James Cook im Jahr 1769. Während seiner ersten Reise näherte er sich mit der Endeavour der Insel bis auf wenige Meilen und nannte sie „Bolabola“. Erst 1777 betrat er im Rahmen seiner dritten Reise tatsächlich das Eiland. Auch im Zweiten Weltkrieg spielte Bora Bora eine Rolle: Amerikanische Truppen errichteten Militäranlagen und legten Bergstraßen an – einige davon sind heute Teil spannender Jeep-Touren.
Wohnen im Paradies – Überwassertraum am Motu Piti Aau
Unser Aufenthalt führte uns ins InterContinental Bora Bora Resort & Thalasso Spa am Motu Piti Aau – übersetzt „Insel aus zwei Herzen“. Unsere Wasservilla schwebte förmlich über der Lagune. Unter uns glitt das klare Wasser in sanften Wellen, kleine Fische schimmerten im Sonnenlicht. Von der Hängematte aus blickten wir direkt auf den imposanten Mont Otemanu – ein Bild wie aus einem Traum, besonders in den goldenen Stunden des Sonnenuntergangs.
Die Lagune – Ein lebendiges Aquarium
Die Hauptattraktion Bora Boras ist zweifellos die Lagune. Sie gehört zu den schönsten und artenreichsten der Welt. Beim Schnorcheln treiben wir über Korallengärten, in denen tausende bunte Tropenfische zwischen Anemonen und Korallen tanzen. Papageifische, Falterfische und Doktorfische begleiten uns durch das glasklare Wasser. In den tieferen Bereichen begegnen wir Barrakudas und Schwarzspitzen-Riffhaien. Bei geführten Touren werden sie aus respektvoller Entfernung beobachtet – ein faszinierendes Schauspiel. Ein Höhepunkt ist die berühmte „Rochenstraße“: In diesem Abschnitt der Lagune versammeln sich große Schwärme von Rochen, darunter majestätische Mantas und elegante Leopard-Stechrochen. Lautlos gleiten sie unter uns hindurch – ein beinahe magischer Moment. Wir sind mittendrin.
Abenteuer im Inselinneren
Eine Jeep-Tour führt uns über alte Militär- und Dschungelpisten hinauf in die Berge. Von Aussichtspunkten wie dem Mont Popoti eröffnet sich ein spektakulärer Blick über die schimmernde Lagune. Zwischen üppiger Vegetation erfahren wir Spannendes über polynesische Kultur, Geschichte und Natur. Kleine Pausen mit frischen Tropenfrüchten versüßen die Fahrt, ebenso der Besuch eines botanischen Gartens.
Prominente Spuren
Direkt an der Hauptstraße liegt das legendäre Bloody Mary's. 1979 als einfaches Fischrestaurant gegründet, entwickelte es sich zu einer weltbekannten Bar mit eigenem Anlegesteg für Jachten. Zahlreiche Stars haben hier gespeist – darunter Marlon Brando, Jane Fonda, Diana Ross und Rowan Atkinson. Ihre Namen sind auf Holztafeln am Eingang verewigt – ein Hauch von Glamour unter Palmen.
Postkartenidylle am Motu Haapiti
Ein Bootsausflug bringt uns zum Motu Haapiti, einem der kleinen Koralleneilande des Atollrings. Feinsandige, weiße Strände, kristallklares, flaches Wasser und eine fast meditative Stille empfangen uns.
Hier schnorcheln wir erneut durch das warme Lagunenwasser, beobachten schillernde Schwärme tropischer Fische und lassen uns einfach treiben. Kein Lärm, keine Hektik – nur das sanfte Rauschen des Meeres und das Rascheln der Palmen.
Abschied vom Paradies
Viel zu schnell vergeht die Zeit in diesem Südseeparadies. Bora Bora ist nicht nur ein Ort – es ist ein Gefühl. Ein Moment stiller Glückseligkeit und mit dem Bewusstsein, einen der schönsten Flecken unserer Erde erlebt zu haben, empfängt uns.
Doch die Reise geht weiter: Neue Traumziele warten – das faszinierende Atoll von Rangiroa und die grüne, gebirgige Insel Moororea
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Reiseimpressionen Bora Bora
Rangiroa - atemberaubendes Atoll im Tuamotu-Archipel
Von Bora Bora starten wir früh morgens und fliegen 1,5 Stunden mit Air Tahiti weiter in das Herz des Tuamotu-Archipels: Rangiroa. Schon beim Anflug wird klar, warum dieses Atoll den Namen Ra'iroa trägt – „weiter Himmel“. Unter uns breitet sich eine unendliche Lagune in den intensivsten Türkistönen aus, eingerahmt von schmalen Motus und palmengesäumten Stränden.
Die Insel Rangiroa – Natur und Geschichte
Rangiroa ist das größte Atoll des Tuamotu-Archipels und liegt rund 350 km nordöstlich von Tahiti. Mit einer Länge von 80 km und einer Breite zwischen 5 und 32 km ist die Lagune beeindruckende 1.600 km² groß, bei einer maximalen Tiefe von 35 Metern. Umgeben wird sie von etwa 240 Motus – kleine, meist bewachsene Inseln – und rund 100 schmalen Durchlässen. Besonders die beiden Pässe Avatoru und Tiputa sind tief genug für Schiffe und zugleich beliebte Ausgangspunkte für Taucher und Schnorchler.
Die Besiedlung durch Polynesier begann vermutlich um das 10. Jahrhundert. Europäer, darunter der Holländer Jacob Le Maire, entdeckten Rangiroa am 18. April 1616. Erste dauerhafte europäische Ansiedlungen entstanden ab 1851. Heute lockt das Atoll Reisende aus aller Welt, die die außergewöhnliche Unterwasserwelt und die weite Lagune erleben möchten.
Unser Zuhause auf Rangiroa
Für unsere Zeit auf der Insel haben wir uns im Kiora Resort & Spa direkt an der nordöstlichen Küste einquartiert. Unser Wasserbungalow liegt unmittelbar in der Lagune, zwischen den Durchlässen Avatoru und Tiputa, mit Blick auf den weißen Sandstrand und das endlose Türkis des Meeres. Von der Terasse aus kann man bereits die ersten farbenprächtigen Fische beobachten – ein Vorgeschmack auf das, was uns erwartet.
Schnorchel-Abenteuer in der Blauen Lagune
Unser erster Ausflug führt uns in die berühmte „Lagune in der Lagune“ – die Blaue Lagune, eine kleine, von Palmen eingerahmte Lagune innerhalb der großen Lagune von Rangiroa. Das Wasser ist kristallklar, und direkt beim Einstieg vom flachen Sandboden erleben wir junge Schwarzspitzen-Riffhaie. Sie sind ungefährlich, doch wenn man mitten in einen Schwarm hineinschwimmt oder wie in einer Badewanne für Haie hineingeht, kribbelt es schon ordentlich. Begleitet werden wir von bunten Fischen, kleinen Rochen und farbenprächtigen Korallen – ein idyllisches Schnorchelparadies, dass man so schnell nicht vergisst. Vom Boot aus erspähen wir auch größere Haie, wie den mächtigen Zitronenhai. Als er mit rund 3,5 m Länge direkt auf mich zu schwimmt, zieht es mich instinktiv zurück aufs Boot – ein Herzklopfen-Moment, der die Wildheit des Ozeans spürbar macht.
Tiputa Pass – der Puls des Ozeans
Der Höhepunkt unseres Schnorchelausflugs ist der Tiputa Pass, einer der spektakulärsten Plätze in ganz Französisch-Polynesien. Hier verbindet sich die Lagune mit dem offenen Pazifik. Die starken Strömungen bringen nährstoffreiches Wasser, das ein unglaubliches Leben unter Wasser anzieht. Riesige Fischschwärme tauchen direkt unter der Oberfläche auf – wir tauchen mitten hinein, schwimmen zwischen unzähligen bunten Fischen und spüren die Kraft des Meeres um uns herum. Es ist ein Gefühl von Freiheit und Abenteuer, das man nur hier erleben kann.
Rangiroa, ein Ort, an dem Geschichte, Naturwunder und unvergessliche Erlebnisse aufeinandertreffen. Zwischen türkisblauer Lagune, weißen Sandstränden und dem pulsierenden Leben unter Wasser fühlt man sich wie in einer anderen Welt – dem „weiten Himmel“, der seinem Namen alle Ehre macht.
Weiter geht das Südsee Abenteuer, wenn wir zur nächsten Station fahren: Moorea!
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Reiseimpressionen Rangiroa
Moorea – Ein Traum zwischen Bergen und Lagunen
Von Papeete aus setzt unsere Fähre über das türkisfarbene Wasser in Richtung Moorea über. Schon beim Anlegen eröffnet sich ein Panorama aus schimmernden Lagunen, üppig grünen Bergen und weißen Sandstränden – als hätte jemand die Südsee persönlich auf die Erde gemalt. Moorea, die kleinere Schwester Tahitis, liegt nur 17 Kilometer entfernt, doch hier scheint die Zeit langsamer zu fließen.
Die Insel erzählt ihre eigene Geschichte: Vor Jahrhunderten von Siedlern aus Samoa und Tonga kolonisiert, begegneten hier 1767 die ersten Europäer Moorea, die sie „York Island“ nannten. Polynesische Legenden verweben sich mit der Natur: Der Speer des Kriegers Pai soll einst den Berg Moua Puta durchbohrt haben – der „durchbohrte Berg“ wacht noch heute majestätisch über die Nord- und Südhälfte der Insel.
In der Legende heißt es, Moorea sei die Rückenflosse eines großen Fisches. Die Insel hat etwa die Form eines auf der Spitze stehenden, gleichseitigen Dreiecks, in dessen nördliche Seite die beiden Buchten Baie de Cook und Baie d’Opunohu tief einschneiden. Ein V-förmiger, durchschnittlich 800 Meter hoher Gebirgszug – der südliche Rand eines einstigen Vulkankraters – teilt die Insel in eine Nord- und Südhälfte und wirkt gleichzeitig als Wasserscheide. Die höchste Erhebung ist der Mont Tohiea mit einer Höhe von 1207 m. Eine weitere ist der Mont Tautuapae mit 769 m Höhe.
Mit unserem Fahrer fahren wir über die Insel, vorbei an kleinen Dörfern, dichtem Dschungel und schroffen Tälern. Schließlich erreichen wir das InterContinental Moorea Resort & Spa, wo wir die Lagune direkt vor unserer Terrasse glitzern, sehen. Ein Besuch im Moorea Dolphin Center lässt Träume wahr werden: Schwimmen mit Delfinen in kristallklarem Wasser, ihre Eleganz und Neugier hautnah erleben – ein Moment voller Magie.
Ein Bootsausflug offenbart Moorea von einer anderen Seite. Kleine Buchten, versteckt hinter üppigen Hügeln, glitzernde Lagunen und schillernde Fischschwärme ziehen uns in ihren Bann.
Ein weiterer Höhepunkt wartet bei einem weiteren Ausflug uns: Mit einem speziellen Unterwasserhelm tauchen wir bis fünf Meter tief. Wir gehen auf Tuchfühlung mit der Unterwasserwelt, atmen ganz natürlich und wandeln zwischen bunten Fischen und Korallenriffen – ein stiller Tanz mit der Natur, der uns tief beeindruckt.
Doch jede Reise hat ihr Ende. Der Abschied fällt schwer. Wir verlassen Moorea, die Lagunen, die Berge, die Legenden. Unsere Reise durch Französisch-Polynesien, von Tahiti über Taha‘a, Bora Bora und Rangiroa bis Moorea, hat uns unvergessliche Landschaften, eine faszinierende Unterwasserwelt und tiefe Einblicke in die polynesische Kultur geschenkt. Wir nehmen diese Erinnerungen mit nach Hause – ein kleines Stück Südsee für immer im Herzen.
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Reiseimpressionen Moorea





















































































































































































































































































































































































































































