Die Naturschönheiten von British Columbia & Alberta – Eine Traumreise mit Herz
Wer an Kanada denkt, sieht tiefblaue Seen, schneebedeckte Gipfel und endlose Weite vor sich. Und ja – genau das haben wir gefunden. Doch was Regine und ich auf unserer Mietwagenreise durch British Columbia und Alberta erleben durften, war noch so viel mehr: bewegende Begegnungen, ehrfürchtige Momente in unberührter Natur und dieses Gefühl von Freiheit, das man nur spürt, wenn der Horizont kein Ende kennt.
Ankommen in Vancouver – Die Perle am Pazifik, Von hier aus starten Regine und ich unsere Rundreise in einem Mietwagen. Dahin geht unsere Reise:
Harrison Hot Springs – Wohltuende Wärme
Mit dem Mietwagen begann unser großes Abenteuer. Erste Station: Harrison Lake. Zwei heiße Quellen – „Potash“ und „Sulphur“ – sprudeln hier seit Jahrhunderten aus der Erde. Schon die Ureinwohner verehrten diese natürlichen Thermalquellen. Im warmen Wasser sitzend, mit Blick auf den See, spürten wir zum ersten Mal dieses tiefe Ankommen. Die Reise hatte begonnen – und wir waren bereit.
Okanagan Valley – Wein, Weite und eine Legende
Das sonnenverwöhnte Tal rund um den Okanagan Lake überraschte uns mit Obstplantagen, Weinbergen und mediterranem Flair.
Man erzählt sich, im See lebe „Ogopogo“, eine mythische Seeschlange – das kanadische Pendant zu Nessie. Während wir Ausschau hielten (leider vergeblich), besichtigten wir die historische S.S. Sicamous – ein liebevoll restaurierter Schaufelraddampfer, der vom Pioniergeist vergangener Zeiten erzählt.
Revelstoke – Am Tor zu den Rockies
Je weiter wir fuhren, desto majestätischer wurden die Berge. In Revelstoke fühlten wir uns in eine andere Zeit versetzt: Holzhäuser, verzierte Veranden, der Columbia River im Abendlicht. Im Mount Revelstoke National Park wanderten wir durch alpine Blumenwiesen. Die Luft war klar, die Stille fast ehrfürchtig.
Die Magie der Nationalparks – Von Yoho nach Banff
Über den Rogers Pass im Glacier National Park erreichten wir den märchenhaften Yoho National Park. Der smaragdgrüne Emerald Lake spiegelte die Berge so vollkommen, dass wir minutenlang nur dastanden und schauten. In der historischen Emerald Lake Lodge übernachteten wir – knisterndes Kaminfeuer inklusive.
Banff National Park
Dann ging es weiter in den legendären Banff National Park. Das Städtchen Banff wirkte wie aus einem Bilderbuch. Mit der Banff Gondola schwebten wir auf den Sulphur Mountain – 360°-Panorama über die Rockies.Unsere Unterkunft: das ehrwürdige Fairmont Banff Springs – nicht umsonst „Schloss in den Rockies“ genannt. Bei einer geführten Tour sahen wir die Bow Falls und die bizarren Hoodoos. Dickhornschafe und Elche entdeckten wir nur aus weiter Ferne – die Bären ließen sich nicht blicken.
Icefields Parkway – Eine der schönsten Straßen der Welt
Die Fahrt Richtung Jasper war ein einziges Staunen. Hinter jeder Kurve eröffnete sich ein neues Postkartenmotiv.
Am gewaltigen Columbia Icefield standen wir sprachlos vor dieser eisigen Urgewalt.
Jasper National Park – Wildnis pur
Auf dem Maligne Lake fuhren wir zur berühmten Spirit Island – ein Anblick, den man nie vergisst. Am nächsten Tag gingen wir auf Wildtierbeobachtung: Weißkopfseeadler kreisten über uns, Wapitihirsche standen am Waldrand. Jasper fühlt sich wilder, ursprünglicher an – weniger geschniegelt als Banff, dafür ehrlicher.
Wells Gray Provincial Park – Wasserfälle und Einsamkeit In Clearwater besuchten wir die mächtigen Helmcken Falls. Tosendes Wasser stürzt hier in eine tiefe Schlucht – Naturgewalt in Reinform.
Unsere Lodge am Hallamore Lake war ein Ort der Stille. Kein Verkehr, kein Lärm – nur das Rauschen der Bäume.
Durch den Norden nach Prince Rupert
Die Fahrt über Prince George und Smithers zeigte uns die unendliche Weite Kanadas. Wälder, Seen, Berge – kilometerlang keine Menschenseele. Im historischen Ksan Historical Village tauchten wir tief in die Kultur der First Nations ein. Totempfähle erzählten Geschichten von Stolz, Identität und jahrtausendealter Tradition.
Mit BC Ferries durch die Inside Passage
Die Fährfahrt von Prince Rupert nach Port Hardy war ein Höhepunkt. Fjorde, Nebelschwaden, dann Sonne, einsame Buchten – ein ständig wechselndes Panorama. Stundenlang standen wir an Deck und konnten uns nicht sattsehen.
Ucluelet & der Pazifische Regenwald
Im Pacific Rim National Park Reserve erlebten wir Regenwald im wahrsten Sinne – es goss in Strömen. Vom Amphitrite Lighthouse blickten wir auf den wilden Pazifik. Im Black Rock Oceanfront Resort lauschten wir nachts dem Donnern der Wellen. Ein unvergesslicher Moment: die Bärenbeobachtung von einem kleinen Boot aus, bei Ebbe. Vorsichtig suchten die Tiere zwischen Felsen nach Krabben. Wir waren nur Gäste in ihrem Reich – und fühlten uns privilegiert.
Victoria – Britischer Charme am Pazifik.
Die Hauptstadt British Columbias empfing uns mit viktorianischer Eleganz. Im Royal British Columbia Museum tauchten wir nochmals in Geschichte und Natur der Provinz ein. Die Butchart Gardens waren ein Blütenmeer – Farben, Düfte, Romantik pur.
Abschied in Vancouver
Mit der Fähre ging es zurück nach Vancouver. Als wir ein letztes Mal auf die Skyline blickten, wussten wir: British Columbia und Alberta sind nicht nur Landschaft. Sie sind Gefühl. Weite. Freiheit.
Und manchmal, wenn ich die Augen schließe, höre ich wieder das Rauschen der Wälder, sehe die türkisfarbenen Seen – und spüre dieses tiefe Glück, dort gewesen zu sein.
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Vancouver – Die Perle am Pazifik
Schon beim Landeanflug raubte uns die Lage dieser Stadt den Atem: Pazifik, Halbinsel, dahinter die mächtigen Coast Mountains. Die Skyline aus Glas und Stahl glänzte in der Sonne – modern, selbstbewusst und doch eingebettet in überwältigende Natur.
Mit dem Hop-On/Hop-Off-Bus erkundeten wir die Stadt: das historische Gastown mit seiner berühmten Dampfuhr, die elegante Robson Street, die Strände der English Bay und den gewaltigen Stanley Park, wo riesige Zedern und Totempfähle von der Kultur der First Nations erzählen.
Coal Harbour von Vancouver. Die Luft ist klar, die Berge scheinen zum Greifen nah, und am Steg schaukeln mehrere Wasserflugzeuge sanft im Wasser. Schon das Einsteigen fühlt sich besonders an – kein klassischer Flughafen, sondern ein Start direkt vom Hafen. Wir haben uns für die klassische Panorama-Tour entschieden. Nach einer kurzen Sicherheitseinweisung geht alles ganz unkompliziert. Das Flugzeug gleitet über das Wasser, nimmt Fahrt auf – und plötzlich hebt es ab. Der Moment, in dem sich die Schwimmer vom Wasser lösen, ist magisch. Unter uns, breitet sich die Skyline von Vancouver aus. Gläserne Hochhäuser spiegeln die Sonne, eingerahmt von Meer und Bergen – eine Kulisse, die man sonst nur von Postkarten kennt. Das Zusammenspiel aus Großstadt, Ozean und Bergen macht deutlich, warum Vancouver als eine der schönsten Städte Nordamerikas gilt. Die Rückkehr ist genauso spektakulär wie der Start. Das Flugzeug setzt sanft auf dem Wasser auf, gleitet noch ein Stück über die Oberfläche und dockt wieder am Terminal an. Innerhalb weniger Minuten steht man wieder mitten in Downtown – mit dem Gefühl, gerade ein echtes Abenteuer erlebt zu haben.
Vancouver ist eine Weltstadt – kulinarisch, kulturell, kosmopolitisch. Und doch fühlt man sich der Natur hier näher als irgendwo sonst.
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Reiseimpressionen Vancouver
Winterreise nach Florida: Miami, Keys, Everglades & Palm Beach
Im Winter fliehen meine Tochter Miriam und ich nach Florida, um Sonne, Meer zu genießen. Unser Treffen beginnt in Miami, wo ich Miriam versprochen habe, ein Cabrio zu mieten und gemeinsam die berühmte Fahrt nach Key West zu unternehmen. Jetzt wird das Versprechen eingelöst. Wir starten ab Miami.
Florida Keys: Abenteuer auf dem Overseas Highway
Von Miami aus fahren wir Richtung Süden auf dem Overseas Highway (US Route 1). Höhepunkt der Strecke: die Seven Mile Bridge, die Knight’s Key mit Little Duck Key verbindet. Mit 6,79 Meilen (ca. 10,9 km) über Wasser ist sie eine der längsten Brücken weltweit – perfekte Fotogelegenheiten. i
Key West
Wir besuchen den Southern Most Point – das berühmte Fotomotiv, die Duval Street mit Restaurants, Bars, Souvenirshops, das Ernest Hemingway Home & Museum – ein literarisches Highlight. Mallory Square – Sonnenuntergangsfeier mit Straßenkünstlern. Die Gesamtdistanz Miami → Key West beträgt ca.435 km.
Rückreise über die Everglades
Auf dem Rückweg von Key West nach Miami machen wir einen Abstecher in den Everglades National Park, das weltberühmte subtropische Sumpfgebiet, auch „River of Grass“ genannt. Hier erleben wir Alligatoren, Manatis, seltene Vögel wie Rosa Löffler und Reiher und eine beeindruckende Vielfalt exotischer Pflanzen.
Familienzeit in Miami
Zurück in Miami treffen wir uns mit Regine, die derzeit in Boston studiert, und genießen ein kleines Familientreffen zur Weihnachtszeit.
Palm Beach – Luxus, Shopping und Meer
Ein weiterer Abstecher von Miami führt uns nach Palm Beach, der wohl luxuriösesten Küstenstadt Floridas, etwa 100 Meilen nördlich von Miami. Hier bestaunen wir prachtvolle Anwesen und Villen prominenter Eigentümer, bewundern hochklassige Resorts und Hotels – und meine Damen stürzen sich auf die Worth Avenue. Meine Kreditkarte jubelt, als Miriam und Regine neue Designer-Outfits, unter anderem einen schicken Hosenanzug von Dolce & Gabbana, erstehen.
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Reiseimpressionen Florida
USA: 3.500 Kilometer durch den amerikanischen Westen
Colorado Springs und der Pikes Peak
Meine Reise begann in Colorado Springs. Von Manitou Springs aus führte der Weg hinauf auf den legendären Pikes Peak. Die Fahrt auf 4.302 Meter Höhe war spektakulär – mit jeder Kurve öffnete sich ein weiter Blick über die endlosen Ebenen Colorados. Oben angekommen wehte ein kräftiger Wind, und die klare Bergluft machte den Moment unvergesslich.
Nicht weniger beeindruckend war der Besuch im Garden of the Gods. Die roten Sandsteinformationen leuchteten im Sonnenlicht – ein faszinierendes Naturschauspiel vor der Kulisse der Rocky Mountains.
In den Rocky Mountains – Einladung bei Dave Ross
Ein besonderes Highlight war die Einladung meines Freundes Dave Ross, Chef der Gewerkschaft der DHL-Piloten in den USA, in seine Sommerhütte bei Tabernash in den Rocky Mountains. Die Abgeschiedenheit, die klare Bergluft und die Ruhe der Natur machten diesen Aufenthalt besonders. Von dort aus unternahmen wir Ausflüge in die umliegenden Rockies – Wälder, klare Gebirgsbäche und weite Täler bestimmten das Bild.
Durch Wyoming nach Cody
Von Tabernash führte die Route über Walden, Rawlins, Riverton, Thermopolis bis nach Cody – auf Empfehlung eines Richters, der viele Jahre als Militärrichter der US-Streitkräfte in Deutschland tätig war.
Unterwegs durchquerte ich den eindrucksvollen Wind River Canyon. Steile Felswände, der tosende Fluss und die schmale Straße machten diese Strecke zu einem landschaftlichen Höhepunkt.Cody selbst versprüht echten Wildwest-Charme – nicht umsonst ist die Stadt eng mit Buffalo Bill verbunden.
Yellowstone Nationalpark
Von Cody ging es entlang des Buffalo Bill Stausees weiter in den Yellowstone National Park.
Gleich zu Beginn beeindruckte die gewaltige Sulfur Caldera mit ihren dampfenden Quellen und schwefelhaltigen Gerüchen. Am Grand Canyon of the Yellowstone stürzen die Upper Yellowstone Falls in die Tiefe – ein überwältigender Anblick.
Die Fahrt von Canyon Village nach Norris Geyser Basin führte durch eine faszinierende Vulkanlandschaft. Überall brodelt und dampft es – die Erde lebt.
Ein Höhepunkt war natürlich der berühmte Old Faithful. Pünktlich schoss die heiße Wasserfontäne in den Himmel – ein Naturschauspiel, das Besucher aus aller Welt anzieht.
Nicht weniger beeindruckend waren die terrassenförmigen Kalkformationen der Mammoth Hot Springs.
Chief Joseph Scenic Byway und Grand Teton
Über den landschaftlich grandiosen Chief Joseph Scenic Byway ging es weiter Richtung Süden. Die Straße windet sich durch Hochgebirge und bietet spektakuläre Ausblicke. Bald erreichte ich den Grand Teton National Park. Die schroffen Gipfel der Teton Range spiegelten sich in klaren Bergseen – eine fast schon kitschig schöne Szenerie.
In Jackson legten wir eine Pause ein. Der Ort verbindet Westernflair mit moderner Eleganz.
Auf historischen Pfaden und weiter nach Utah
Ein Stück der Route folgte dem historischen Oregon Trail, auf dem einst Siedler gen Westen zogen.
In Salt Lake City beeindruckte die Lage zwischen Salzsee und Bergen. Von dort ging es weiter nach Moab – ein Paradies für Naturliebhaber.
Am Dead Horse Point State Park bot sich ein atemberaubender Blick auf den tief eingeschnittenen Colorado River. Die gewaltigen Felsbögen im Arches National Park wirkten wie aus einer anderen Welt.
Ebenso beeindruckend war das Colorado National Monument mit seinen steilen Canyons und bizarren Felsformationen.
Aspen, Independence Pass und Denver
Über Aspen führte die Strecke durch die Rocky Mountains über den spektakulären Independence Pass. Die schmale Hochgebirgsstraße mit ihren Serpentinen verlangte volle Konzentration, belohnte jedoch mit grandiosen Ausblicken.
Schließlich erreichte ich Denver. Nach rund 3.500 gefahrenen Kilometern endete eine Reise voller landschaftlicher Höhepunkte, weiter Horizonte und unvergesslicher Eindrücke.
Diese Tour durch Colorado, Wyoming und Utah war ein intensives Naturerlebnis im Herzen des amerikanischen Westens.
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Reiseimpressionen USA Südwesten

























































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































